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Klöckner halten 19.12.2000
Bankhaus Lampe
Die KlöcknerWerke AG (WKN 678000) gab bekannt, sich in Zukunft ausschließlich auf das ertragsstarke Foliensegment konzentrieren zu wollen, berichten die Analysten von Bankhaus Lampe.
Die Bereiche Abfülltechnik und Verpackungstechnik sowie „Weitere Märkte“ würden innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig verkauft werden sollen. Nach Angaben des Managements bestehe ein reges Käuferinteresse an den einzelnen Bereichen. Das strategische Ziel sei, weltweiter Marktführer bei hochwertigen Kunststofffolien zu werden.
Die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Experten von Bankhaus Lampe für das laufende Jahr haben diese aufgrund des guten Geschäftsgangs leicht angehoben. Für das Gesamtjahr rechnen sie nunmehr mit einem Konzernumsatz von rd. 1,85 Mrd. € und einem Jahresüberschuss von 67,7 Mio. € (1,48 € pro Aktie anstatt 1,34 €). Aufgrund der erfreulichen Entwicklung plane Klöckner die Dividende von 0,26 € pro Aktie auf 0,52 € zu verdoppeln. Die WCM AG, die inzwischen 39,3% der Kapitalanteile an der Klöckner-Werke AG halte, habe ein konkretes öffentliches Übernahmeangebot an die Klöckner-Aktionäre abgeben. Demnach sollen in einer Frist vom 19.12.2000 – 16.1.2001 die Klöckner-Aktien im Verhältnis 1:1 zzgl. 7 € in bar in WCM-Aktien getauscht werden können.
Insgesamt gehen die Experten auf heutiger Informationsbasis davon aus, dass es der WCM voraussichtlich gelingen dürfte, die Mehrheit (angestrebt würden mindestens 51% der Anteile) an Klöckner zu übernehmen. Aus ihrer Sicht sind in diesem Falle nur zwei Handlungsalternativen sinnvoll. Auch wenn das Umtauschangebot deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleibe, empfehlen sie den Klöckner-Aktionären entweder das Übernahmeangebot zu akzeptieren, da sie davon ausgehen, das die WCM-Aktie zumindest nicht weiter nachgibt und nach den herben Kursrückgängen in der letzten Zeit bei einer Bestätigung der Gewinnziele längerfristig wieder Aufwärtspotential besteht.
Ein Umtausch sollte jedoch erst gegen Ende der Umtauschfrist erfolgen, da nicht auszuschließen sei, dass während der Frist weitere entscheidungsrelevante Informationen veröffentlicht würden. Alternativ schlagen die Analysten von Bankhaus Lampe vor, unmittelbar im Anschluss nach Ablauf der Übernahmefrist die Klöckner-Aktien zu verkaufen und die Gewinne aus der guten Performance der letzten Monate mitzunehmen. Im Falle einer erfolgreichen mehrheitlichen Übernahme durch die WCM raten diese jedoch davon ab, die Klöckner-Aktien weiter dauerhaft zu halten. Vergangene Übernahmen (u.a. Mannesmann durch Vodafone) hätten gezeigt, dass es aufgrund des deutlich verminderten Free-floats des übernommenen Unternehmens in der Regel zu weiteren Kursrückschlägen komme.
Da die weitere Kursentwicklung der Klöckner-Aktien direkt von der WCM-Performance abhängen werde, ändern die Analysten ihre Anlageempfehlung kongruent zur WCM-Einstufung auf Halten ab.
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